Entstehung unserer Prints
Vom Original zum Fine Art Print
Jedes meiner Originalgemälde gibt es nur ein einziges Mal. Die Farbschichten, feinen Pinselspuren und die Oberfläche der Leinwand gehören zu diesem einen Bild und lassen sich nicht reproduzieren. Von einigen meiner liebsten Motive lasse ich deshalb Fine Art Prints anfertigen – als eigene Möglichkeit, ihre Farben und Atmosphäre an mehr als einen Ort weiterzutragen.
Bis aus einem Ölgemälde ein solcher Kunstdruck wird, passiert allerdings einiges, das man dem fertigen Print später kaum noch ansieht. Denn ein Gemälde auf Papier zu übertragen bedeutet für mich weit mehr, als es einfach zu fotografieren und auszudrucken. Farben, Helligkeit und Kontraste müssen so übersetzt werden, dass möglichst viel von der Wirkung des Originals erhalten bleibt.
Am Anfang steht deshalb immer das Original selbst. Über viele Wochen, manchmal Monate, entsteht es Schicht für Schicht in meinem Atelier. Erst wenn das Gemälde fertig ist, beginnt für ausgewählte Motive eine ganz neue Reise: vom handgemalten Unikat zum Fine Art Print.
Wenn du zuerst sehen möchtest, wie meine Originalgemälde entstehen, kannst du hier einen Blick hinter die Kulissen werfen.
Hier findest du alle meine verfügbaren Fine-Art-Prints mit Motiven aus Aachen und der Eifel:
Der wichtigste Schritt: die Reprofotografie
Der wichtigste Schritt: die Repro-Fotografie
Damit ein Fine Art Print dem Original wirklich nahekommen kann, braucht es zunächst eine möglichst präzise Aufnahme des Gemäldes. Dabei geht es um weit mehr als ein scharfes Foto. Die Farben müssen stimmen, feine Strukturen erhalten bleiben und selbst etwas von der leichten Textur der Leinwand soll später im Druck noch erkennbar sein.
Diesen Schritt gebe ich deshalb in professionelle Hände. Meine Gemälde reisen dafür zu Ralph Orange von Art+Bijou nach Köln, der sich auf die Reproduktionsfotografie von Kunstwerken spezialisiert hat.
Dort wird das Original unter kontrollierten Bedingungen und mit professioneller Kameratechnik aufgenommen. Zum Einsatz kommen eine hochauflösende Vollformatkamera und ein Objektiv, das – wie ich irgendwann etwas erstaunt erfahren habe – ungefähr so viel kostet wie unser Auto.
Mindestens genauso wichtig wie die Technik ist aber die Erfahrung dahinter. Eine gute Reproduktion muss Strukturen, Farbnuancen und Helligkeitsunterschiede erfassen und gleichzeitig schon mitdenken, wie diese später im Druck wiedergegeben werden können. Dafür braucht es nicht nur ein gutes Auge für das Original, sondern auch viel Verständnis für Farbe und Druck.
Denn diese Aufnahme wird zur Grundlage für alles, was danach kommt. Je genauer sie das Gemälde erfasst, desto besser kann ich in den nächsten Schritten versuchen, das zu bewahren, worauf es mir beim Malen eigentlich ankam: seine Farben, sein Licht und seine Atmosphäre.
Das Original richtig einfangen
Gerade bei Ölgemälden verändert sich die Wirkung je nachdem, wie das Licht auf die Oberfläche fällt. Einzelne Pinselspuren und Strukturen treten hervor oder verschwinden wieder, Farben wirken leuchtender oder zurückhaltender und auf glänzenden Stellen können Reflexionen entstehen. Wer ein Original einmal bei Tageslicht und später am Abend unter einer Lampe betrachtet hat, kennt diesen Unterschied vielleicht.
Für eine gute Reproduktion muss deshalb ein Licht gefunden werden, das die Farben möglichst zuverlässig wiedergibt und gleichzeitig genug von der feinen Oberflächenstruktur sichtbar lässt. Auch der Blickwinkel spielt dabei eine Rolle: Schon kleine Veränderungen können beeinflussen, welche Details der Kamera später auffallen.
Wenn Aufnahme, Licht und Farben stimmen, werden das Original und seine digitale Aufnahme noch einmal direkt miteinander verglichen. Dafür wird ein kalibrierter, farbverbindlicher Monitor verwendet, auf dem Farben möglichst zuverlässig dargestellt werden können. Ziel ist, dass die digitale Vorlage dem echten Gemälde so nahe wie möglich kommt.
Jede Bilddatei mit der digialen Version des Gemäldes hat nachher schon eine ganz ordentliche Datei-Größe und ist auch beim starken heranzoomen so scharf, dass jedes Detail erkennbar ist.
Vom Digitalen Gemälde zum Fine-Art-Print?
Es ist klar, dass unser Drucker zuhause hier an seine Grenzen kommt, also kommt auch hier wieder Ralph ins Spiel.
Nach dem Digitalisieren, ist die Arbeit noch nicht getan, denn im Druck gibt es wieder unendlich viel zu beachten.
Angefangen mit dem Druckuntergrund. Zur Auswahl stehen hunderte Arten von Papieren und Canvas. Doch wofür entscheidet man sich?
Jedes Papier hat einen eigenen Weißton: Naturweiß, Altweiß, Reinweiß, … – je nach Papier und Weißton wirken die gedruckten Farben anders, sodass eine Farbabstimmung, speziell für unser Künstlerpapier nötig ist.
So oder so ist so geht die Hapitk von so einem hochwertigen Künstlerpapier über gewöhnliches Posterpapier weit hinaus und fühlt sich einfach toll an.
Testdruck für Testdruck...
Damit der Druck dem Original so nah wie möglich kommt, wird nicht einfach gedruckt. Zuerst entstehen Probedrucke. Verschiedene Kontraststufen, Ton- und Sättigungwerte, damit Papier und Farbe in Kombination das bestmögliche Ergebnis im Vergleich zum Original erzielen.
Manchmal braucht das nur wenige Anläufe manchmal noch größere Anpassungen am Farbprofil des Druckers oder der Bilddatei. Wirkt ein Blau zu kühl? Ein Rot zu blass? Diese kleinen Korrekturen fließen zurück in die Druckdatei, und es entsteht ein weiterer Probedruck.
Erst wenn der Vergleich wirklich stimmt, wird die endgültige Auflage gedruckt. Das kostet Zeit. Aber es ist der Grund, warum unsere Prints ihrem Original wirklich nahekommen und nicht nur grob ähneln.
... bis der Print so nach am Original wie möglich ist.
Warum ein Print nie zu hundert Prozent wie das Original aussieht
Ich sage bewusst „so nah wie möglich“ und nicht „genauso wie“. Eine hundertprozentige Übereinstimmung ist bei Kunstdrucken nämlich nicht möglich, egal wie gut die Technik ist.
Ölfarbe auf Leinwand und Druckfarbe auf Papier reagieren unter Licht unterschiedlich. Zwei Farbtöne können unter einer Lampe fast identisch wirken und sich im Tageslicht plötzlich leicht unterscheiden.
Die Farbabstimmung nehmen wir deshalb unter möglichst „normalen“ Bedingungen mit genormten Tageslicht vor.
Und wie kommt der Print an die Wand?
Ist der Fine Art Print fertig, kommt dein eigener Geschmack ins Spiel. Du kannst jedes Motiv ungerahmt bestellen oder direkt eine unserer ausgewählten Rahmungen dazu wählen.
Wir haben viele Rahmen, Hölzer, Passepartouts und Glasarten ausprobiert, bis wir bei unseren Favoriten gelandet sind. Klassisch und ruhig wirkt eine Rahmung mit Passepartout.
Mein persönlicher Favorit ist die schwebende Rahmung: Dabei bleiben die Kanten des Fine Art Papiers sichtbar und der Print scheint im Rahmen zu schweben.
Welche Rahmung zu welchem Bild passt und worauf wir bei der Auswahl achten, zeige ich dir später noch einmal genauer.
Nah am Original, und doch etwas Eigenes
Nah am Original – und doch etwas Eigenes
Ein Print wird nie genauso aussehen und wirken wie das Original. Dafür sind die Farbschichten, Pinselspuren und die Oberfläche eines handgemalten Ölgemäldes zu lebendig. Mein Anspruch ist trotzdem, mit jedem Fine Art Print so viel wie möglich von seinen Farben, seinem Licht und seiner Atmosphäre zu bewahren.
Jeden Print stempel und signiere ich von Hand. Dazu vermerke ich gegebenenfalls die jeweilige Auflagenhöhe – ein letzter kleiner Schritt im Atelier, bevor er sich auf den Weg zu dir machen kann.
Wenn du dir selbst ein Bild machen möchtest, findest du alle verfügbaren Motive im Shop. Dort kannst du deinen Print je nach Motiv ungerahmt oder mit einer unserer ausgewählten Rahmungen bestellen.