Der Lousberg
Manche Orte sind mehr als nur Landschaft. Sie tragen Geschichten in sich, die über Generationen hinweg weitererzählt werden. In Aachen ist der Lousberg genau so ein Ort – ein Hügel, der nicht nur einen weiten Blick über die Stadt schenkt, sondern auch eine der bekanntesten Sagen der Region bewahrt.
Der Lousberg gehört zu den Orten in Aachen, um die sich seit Jahrhunderten Geschichten ranken. Eine der bekanntesten erzählt davon, wie der Teufel selbst für die Entstehung des Hügels verantwortlich gewesen sein soll.
Nachdem er beim Bau des Aachener Doms von den Aachenern überlistet worden war, wollte er sich voller Zorn an der Stadt rächen. An der niederländischen Küste füllte er einen riesigen Sack mit Sand und machte sich auf den Weg nach Aachen – mit dem Plan, die gesamte Stadt unter den Sandmassen zu begraben.
Doch der Weg war lang und beschwerlich. Je weiter er lief, desto ungeduldiger wurde er. Schließlich begegnete ihm eine einfache Marktfrau, die gerade vom Aachener Markt zurückkehrte. Sie erkannte sofort, wen sie vor sich hatte – und reagierte mit der typischen Schlauheit, für die die Aachener bis heute bekannt sind.
Der Teufel fragte sie nach dem Weg nach Aachen. Die Frau stellte sich erschöpft und klagte, sie sei bereits seit einer Ewigkeit unterwegs und habe Aachen längst weit hinter sich gelassen. Zum Beweis zeigte sie ihm ihre abgetragenen Schuhsohlen.
Der Teufel glaubte ihr. Wütend und frustriert darüber, dass sein Ziel offenbar noch immer in weiter Ferne lag, warf er den schweren Sack kurzerhand zu Boden und machte sich davon.
Dort, wo der Sack landete, entstand der Sage nach der Hügel, den wir heute als Lousberg kennen. Auch der Name soll auf diese Geschichte zurückgehen: „Lous“ gilt als alte Bezeichnung für „listig“ oder wird direkt mit dem Teufel in Verbindung gebracht.
Mich fasziniert an dieser Sage besonders die Verbindung von Landschaft und Fantasie. Der Lousberg ist nicht nur ein Ort mit weitem Blick über Aachen, sondern auch ein Platz, an dem alte Geschichten bis heute weiterleben. Genau dieses Gefühl wollte ich in meinem Motiv einfangen – die Ruhe des Hügels und gleichzeitig die unsichtbare Präsenz der alten Erzählung.
Vom Mythos zum Gemälde
Diese Verbindung aus Landschaft und Erzählung war der Ausgangspunkt für mein Gemälde. Ich wollte nicht einfach nur den Lousberg malen – sondern das Gefühl dahinter einfangen: die Ruhe des Hügels, den alltäglichen Anblick und Präsenz dieser alten Geschichte.
Während ich an diesem Motiv gearbeitet habe, ist etwas passiert, womit ich selbst nicht gerechnet hätte.
Ein ganz besonderer Moment – der WDR zu Besuch
Vielleicht kommt Dir dieses Motiv bekannt vor: Ich hatte nämlich die besondere Gelegenheit, bei der Entstehung des Gemäldes vom WDR begleitet zu werden. Dass der WDR die Entstehung dieses Gemäldes dabei war, ist für mich eine große Ehre. Es ist eine besondere Form der Wertschätzung – nicht nur für meine Arbeit, sondern auch für die Themen, die mich antreiben: regionale Geschichten, Aachener Orte und die Verbindung von Kunst und Identität.
Zu wissen, dass so viele Menschen diesen Entstehungsprozess miterleben konnten, erfüllt mich mit großer Dankbarkeit: Für das Interesse, für die positiven Rückmeldungen und für die Aufmerksamkeit, die meiner Kunst dadurch geschenkt wurden.
Solche Momente sind nicht selbstverständlich – und deshalb möchte ich sie zu schätzen wissen.
Der Lousberg ist nur eines von vielen Motiven, die mich in Aachen inspirieren. In meinen Arbeiten versuche ich, genau diese besonderen Orte festzuhalten – den Aachener Dom, die Altstadt, bekannte Plätze und versteckte Perspektiven, die oft mit persönlichen Erinnerungen verbunden sind.
Wenn Du Dich für solche Motive begeisterst, findest Du in meinem Shop eine Auswahl an:
Vielleicht ist genau das passende Stück dabei, das Dich an Deinen eigenen Moment in Aachen erinnert.